Artikel:"Reverse Mortgages" - neue Form der Altersvorsorge

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Haben Sie jemals von „Reverse Mortgages“ gehört? Wahrscheinlich nicht. Dabei handelt es sich um ein innovatives Konzept in der privaten Altersvorsorge, bei dem eine Eigentumsimmobilie in private Rente umwandelt wird. Wörtlich übersetzt bedeutet der Begriff „Reverse Mortgages“ Umkehrhypotheken. Bei dieser Form der Altersabsicherung beleihen Hausbesitzer ihre Eigentumswohnung mit dem Ziel, ihre Rente zu verbessern.

Die Reverse Mortgages ist eigentlich ein aus England importiertes Produkt, in Deutschland befindet es sich immer noch in Planung. Hierfür hat der Bundesverband Öffentlicher Banken (VÖB) einen Entwurf entwickelt, der unter dem Namen „Förder-Immorente“ bald auf dem Finanz-Markt erscheinen wird. Dabei zeigen sich auch Verbraucherschützer von der neuen Finanzierungsform ganz begeistert. Wolfgang Schuldzinki, Finanzexperte bei der Verbraucherzentrale Nordrheinwestfalen, begrüßt das Projekt: „Ältere Immobilienbesitzer können sich so eine verlässliche Zweitrente verschaffen“.

Die Frage ist: Wie genau soll diese Art der Altersvorsorge in der Praxis funktionieren? Wichtig zu wissen ist vor allem, dass sich die Reverse Mortgages an ältere Kunden richtet, die das 60. Lebensjahr bereits überschritten haben. Sie bekommen ab einem bestimmten Zeitpunkt eine Zweitrente und dabei bleibt ihre Immobilie immer noch in ihrem Besitz. So sammelt sich eine Schuldenlast, die mit dem Wert der Immobilie abgedeckt werden soll. Darüber hinaus gilt aber ein lebenslanges Wohnrecht – das heißt, dass die Immobilienbesitzer in seiner Wohnung bis zu seinem 110. Lebensjahr leben darf.

Interessenten sollten sich auf jeden Fall an ihre Bank wenden. Eine unabhängige und umfassende Beratung ist besonders wichtig bei dieser Art von Produkten, meinen Versicherungsexperten. Das liegt unter anderem daran, dass der Wert der Immobilie von Bankenexperten pauschal abgeschätzt wird. Bei unfairen Anbietern besteht durchaus die Gefahr, dass die Immobilie zu billig verkauft wird.

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