Artikel:Absolutes Alkoholverbot

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In einer vor kurzem veröffentlichten Pressemitteilung wies der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft (GdV) darauf hin, dass am 1. August das von der Bundesregierung beschlossene absolute Alkoholverbot für Fahranfänger während der Probezeit und für junge Fahrer unter 21 Jahren in Kraft tritt. Siegfried Brockmann, Leiter der Unfallforschung der Versicherer im GdV begrüßt die Initiative der Regierung: "Das Verbot ist ein Schritt in die richtige Richtung und wir erwarten einen Rückgang vor allem bei den schweren Unfällen mit Toten und Schwerverletzten." Im Jahr 2005 waren junge Fahrer im Alter von 18-21 Jahren an rund 15 Prozent der Unfälle mit Personenschäden beteiligt. Von der nächsten Altersgruppe der 21 bis 25-jährigen seien sogar 18 Prozent der Unfälle verursacht worden.

Die Experten halten es deshalb für wichtig, dass das Geschehen weiterhin beobachtet wird, und dass man darüber nachdenkt, ob nicht auch die Gruppe der bis 25-jährigen Fahrer in das Alkoholverbot am Steuer mit einbezogen werden sollte.

Wie der GdV erklärt, kann der Kfz-Haftpflichtversicherer bei einem alkoholbedingten Verkehrsunfall bis zu 5.000 Euro Regress vom Unfallverursacher verlangen. Und das gelte nicht nur für Fahranfängern. Wichtig ist auch, dass man somit nicht nur den Kaskoschutz riskiert. Wenn ein Unfall auf den übermäßigen Konsum von Alkohol zurückzuführen ist, braucht die Versicherung gar nicht für den Schaden zu bezahlen. Bei Verstößen gegen die neue Regelung drohen nach Angaben des Verkehrsministeriums ein Bußgeld von bis zu 1.000 Euro und zwei Punkte im Flensburger Verkehrszentralregister.

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