Artikel:Bei Angst vor Terror zahlt die Reiseversicherung nicht

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Die Angst davor, eine Reise anzutreten, stellt keinen Grund dafür dar, dass die Versicherung die Kosten zurückerstattet. Laut der Verbraucherzentrale Sachsen in Leipzig wird die Reiserücktrittskostenversicherung die Stornokosten in so einem Fall nicht übernehmen. Vor allem angesichts der Gefahr von Terroranschlägen würden viele Verbraucher derzeit schon länger gebuchte Reisen nach Großbritannien gerne wieder absagen. Für die Verbraucher ist es wichtig zu wissen, dass die Versicherung nur dann einspringt, wenn zum Beispiel eine unerwartet schwere Erkrankung zur Reiseabsage führt. Das machten die Versicherungsexperten von Leipzig klar. Angst zählt nach einer Reihe von Gerichtsurteilen nicht zu den schweren Erkrankungen, die in dem Sinne eine Zurückerstattung der Stornokosten rechtfertigen würde.

Die Verbraucher sollten sehr genau auf die Konditionen der jeweiligen Versicherungsgesellschaft achten. Denn auch bei akuten Zuständen gibt es manchmal keine Entschädigung von der Versicherung. Sollte zum Beispiel eine Frau unter Panikattacken und Angstgefühlen leiden und sich ihr Zustand kurz vor Antritt der von ihr gebuchten Urluabsreise derart verschlimmern, dass ihr Arzt eine stationäre Behandlung anordnet, so muss die von ihr abgeschlossene Reiserücktrittsversicherung nicht die Stornokosten für die Urlaubsabsage übernehmen. Die Begründung dafür liegt darin, dass die Verschlimmerung einer bereits bestehenden Krankheit nicht versichert ist. Das geht aus einem Urteil des Landgericht München I hervor (Aktenzeichen: 13 S 10 188/05).

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