Artikel:Ein großer Versicherungsstreit geht zu Ende

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Der am 11. September 2001 von Terroristen zerstörten World Trade Center stellt nicht nur aus architektonischer Sicht eine Herausforderung dar. Kurz nach der Katastrophe hörte man bereits Stimmen, die gerne wissen wollten, wie die Versicherungen die Milliarden-Schäden abdecken würden. Knapp sechs Jahre nach dem "Schwarzen September" ist der Rechtsstreit um die Versicherungssumme des World Trade Center in New York zu Ende. Die Parteien einigten sich dahin, dass der Pächter statt den geforderten 7 nun insgesamt 4,6 Milliarden Dollar erhält.

In einem aussergerichtlichen Vergleich entschieden sich WTC-Pächter Larry Silverstein und sieben Versicherungen, darunter der Schweizer Rückversicherer Swiss RE, dass Silverstein mit weiteren 2,1 Milliarden Dollar entschädigt wird. Diese zusätzliche Summe soll aber zwingend für den Wiederaufbau des Gebäudekomplexes verwendet werden sollen.

Bei den Verhandlungen kam es in den letzten Jahren zu mehreren Unstimmigkeiten und die Gespräche wurden ein paar mal unterbrochen. Der neue Governeur des Staates New York, Eliot Spitzer, hatte es geschafft, die zerstrittenen Parteien an einen Tisch zu bringen und damit den ins Stock geratenen Wiederaufbau des Centers zu beleben.

Nach Gerichtsverhandlungen mit insgesamt 24 Versicherungen, die am World Trade Center beteiligt waren, wurden Silverstein bisher rund 2,5 Milliarden zugesprochen.

Der Vorstandschef der Swiss RE Amerika, Pierre Ozendo, äußerte sich ganz zufrieden mit der Lösung und sagte, dass sein Unternehmen stolz darauf sei, dass sein Anteil an der Vergleichssumme für die Finanzierung der Wiedergeburt des südlichen Teils Manhattans verwendet werde.

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