Artikel:Ernte in Gefahr. Die Agrar-Branche sucht nach Notlösungen.

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Bernhard Daldrup, der agrarpolitische Sprecher der CDU-Landtagsfraktion, äußerte Bedenken gegen eine von Bundeslandwirtschaftsminister Seehofer ins Gespräch gebrachte Ernteversicherung in der Form einer Mehrgefahrenversicherung.

Daldrup machte vor allem auf die zahlreichen Probleme, die eine allgemeine Versicherung gegen Ernteausfälle verursachen könnte, aufmerksam. "Allein die Fragen, wann und in welchem Umfang die Versicherung greift und bei welcher Bodenqualität wie viel erstattet wird, sind kaum befriedigend zu regeln. Kaum vermeidbar bei einer solchen Mehrgefahrenversicherung ist z. B., dass immer nur wenige und meistens dieselben entschädigt werden würden“, sagte Daldrup. Eine Zwangsversicherung durch die Solidargemeinschaft könne nicht für das unternehmerische Risiko der Landwirte herangezogen werden. „Eine solche obligatorische Mehrgefahrenversicherung würde Leistungsanreize vermindern und zu Wettbewerbsverzerrungen führen“, behauptet Daldrup.

Die Bauern vermuten, dass das allzu warme Wetter fatale Folgen für die diesjährige Ernte haben würde und sprechen von Verlusten im Wert von Millionen. Die Agrar-Branche sieht sich deswegen dazu gezwungen, nach Notlösungen zu suchen.

„Überlegenswert ist allerdings, ob die Politik einen Risikofond schafft, der in extremen Ausnahmesituationen wie unvorhersehbarem Hochwasser und anhaltender Dürre bei dramatischen Ertragsausfällen den Landwirten einen Ausgleich bietet. Die Finanzierung und Ausgestaltung eines solchen Fonds müsste allerdings ausgiebig beraten werden, damit nicht durch Hintertür neue Subventionen eingeführt und damit dem Staat und der Solidargemeinschaft neue Lasten aufgebürdet werden“, so Daldrup weiter.

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