Artikel:Künstliche Befruchtung nur bis 50

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Das Bundessozialgericht (BSG) bestätigte am Donnerstag die gesetzliche Altersgrenze, bis zu der die Kosten für eine künstliche Befruchtung von der Krankenversicherung übernommen werden. Der neuen Regelung zufolge müssen die Krankenversicherungen für die Kosten für eine künstliche Befruchtung bei Männern, die über 50 Jahre alt sind, nicht aufkommen.

Im konkreten Fall hat ein Ehepaar aus Osnabrück eine künstliche Befruchtung bei seiner Krankenversicherung beantragt. Die Assekuranz lehnte den Antrag mit Verweis auf das Alter des Mannes ab – er sei mittlerweile 60 Jahre alt und seine Gattin 38. Dagegen zogen die Eheleute vor Gericht. In der Anklage hieß es, dass es für die Altersgrenze bei der künstlichen Befruchtung keine medizinische Begründung gebe. Des weiteren bestehe kein Zusammenhang zwischen dem Alter des Vaters und dem Wohl des Kindes. Daher sei es unbegründet, warum ein 60-jähriger Mann anders als seine jüngeren Geschlechtsgenossen behandelt werden muss.

Das Gericht entschied sich jedoch gegen die Anklage mit der Erklärung, dass medizinische Maßnahmen zum künstlichen Herbeiführen einer Schwangerschaft nicht zum "Kernbereich der gesetzlichen Krankenversicherung" gehören. Aus dem Grund dürfe der Gesetzgeber Ausschlusskriterien, wie zum Beispiel ein Höchstalter von 50 Jahren, festsetzen. Nach Ansicht des Gerichts habe ein Vater mit 50 Jahren nach der durchschnittlichen Lebenserwartung gerade noch so viele Jahre vor sich, dass er den 27. Geburtstag seines Kindes miterleben könne. "Bis zum normalen Ausbildungsschluss ist der Vater dann also noch am Leben," heißt es in dem Urteil.

Um eine künstliche Befruchtung bezahlt zu bekommen, müssen Versicherte derzeit mindestens 25 Jahre alt und verheiratet sein. Dabei liegt das Höchstalter für Frauen bei 40 Jahren und für Männer – bei 50.

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