Artikel:Mehr Versicherungsschutz für ehrenamtlich Engagierte

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Für die Leute, die in Sachsen-Anhalt ehrenamtlich tätig sind, ist in der Zukunft mehr Versicherungsschutz vorgesehen. Eine Unfallversicherung und eine Haftpflichtversicherung werden ab 2008 diese Personengruppen schützen. Sie werden allerdings wirksam, wenn vorhandene Versicherungen bei ehrenamtlicher Tätigkeit nicht greifen. Das klärte am Montag die Sozialministerin Gerlinde Kuppe (SPD) auf einer Fachtagung für bürgerschaftliches Engagement in Magdeburg. "Wir wollen Bürgerinnen und Bürger dafür gewinnen, sich für ihre Mitmenschen einzusetzen. Dafür brauchen wir attraktive Rahmenbedingungen," sagte Frau Kuppe.

Auch eine vor kurzem durchgeführte Studie unter dem Namen "Freiwilligsurvey 2004" zeigte, dass sich die ehrenamtlich Beschäftigten bessere Versicherung, mehr Informationen über Beteiligungsmöglichkeiten und mehr öffentliche Anerkennung wünschen. Der Studie zufolge liegt Sachsen-Anhalt mit 30 Punkten unter dem bundesweiten Durchschnitt von 36 Prozent. Am wenigsten sind Frauen und Senioren in Sozialtätigkeiten engagiert. Der erweiterte Versicherungsschutz ist der erste Schritt zur Popularisierung der ehrenamtlichen Tätigkeit. Seit Januar 2007 gibt es im Ministerium für Gesundheit und Soziales die Koordinierungsstelle für Bürgerschaftliches Engagement und Bündnisse für Familien. Diese doll die freiwillig Engagierten informieren und ihre Tätigkeit in einem Netzwerk verknüpfen und koordinieren. Bisher bestand der Versicherungsschutz nur für ehrenamtlich Tätige bei Kommunen und Verbänden.

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