Artikel:Seehofer schlägt eine Riester-Pflegeversicherung vor

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"Vorsorge heißt auch Kapitaldeckung," sagte der Bundesverbraucherschutzminister Horst Seehofer in einem Interview für die "Financial Times Deutschland" vom 11. Juni 2007. In diesem hat er sich für eine Ausweitung der Riester-Rente auf die Pflege ausgesprochen. Seine Gespräche mit der Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und der Familienministerin von der Leyen sind nun beendet und demnächst wird er den Partei- und Fraktionschefs mehrere Modelle vorstellen.

Eines davon sieht vor, "die aus der Rente bekannte private Vorsorge auszubauen und auf die Pflege zu erweitern." Ohne den Ausbau der privaten Vorsorge werde eine Reform mit der Union dagegen schwierig, sagte noch der Minister: "Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Jungen von CDU und CSU grünes Licht geben für eine Pflegereform ohne eine stärkere Vorsorge."

Seehofer formulierte auch das Ziel der anstehenden Reformen – die "im Zuge der demografischen Entwicklung zu erwartende Beitragserhöhung in der Zukunft durch Sparen in der Gegenwart zu vermeiden." Die Union favorisiere dazu eine Aufstockung der existierenden Riester-Rente. Im neuen Modell sind der Abschluss einer Vorsorgepolice und die Höhe der Sparbeiträge jedem selbst überlassen, doch eine steuerliche Förderung soll die Versicherung populärer machen. Seinen Optimismus begründet Seehofer mit dem Erfolg der Rister-Rente. Inzwischen sind es mehr als acht Millionen Bundesbürger, die eine Riester-Rente besitzen. "Das wird auch in der Pflege, wenn es denn so kommt, gut funktionieren," sagte der Minister.

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