Artikel:Wie weit kann es gehen?

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Ein großer Versicherungsskandal mit Spionage bewegt seit einigen Jahren die Branche.

Ein 40-jähriger selbständiger Unternehmer schloss eine Betriebsunterbrechungsversicherug ab. Die versicherte Summe betrug 72.000 Euro. Ein Jahr später erkrankte der Mann und sein Unternehmen sollte die Arbeit einstellen. Die Versicherung weigerte sich allerdings die vereinbarte Summe zu zahlen.

Natürlich wurde die Gesellschaft angeklagt. Doch dann kamen die Überraschungen heraus. "Man setzte sogar einen Lockspitzel auf meinen Mandanten an," bestätigte Rechtsanwalt Clemens Ender empört, "immer wider meldete sich der von der Versicherung Beauftragte und versuchte meinen Klienten zu verführen, einen Auftrag von ihm anzunehmen." Der falsche Kunde gab nie auf und versuchte über Umwege, den Versicherten trotz Betriebsunterbrechung in Geschäfte zu verwickeln. Wäre ihm das gelungen, hätte der Unternehmer kein Geld von der Versicherung bekommen. "Mein Mandant war arbeitsunfähig ," sagte Ender, und deshalb sei es auch verständlich, dass er sich für das Angebot des Spitzels interessiert zeigte, schließlich solle man an die Zeit nach der Genesung denken.

Die Diagnose lautete "psychische Überlastung," wozu es nach jahrelanger Überbeanspruchung des Körpers und der Psyche kam. Schlussendlich einigte man sich auf einen Vergleich mit der Versicherung. Die bezahlte dann doch – 20.500 von den eingeklagten 26.000 Euro.

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