Artikel: Frist bis 30. Juni 2005 für Direktversicherungen / Betriebliche Rentenversicherungen

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Was ist eine Direktversicherung?

Erhält man vom Arbeitgeber kein Angebot für einen bestimmten Durchführungsweg für die betriebliche Altersvorsorge, so hat man das Recht, eine Direktversicherung zu verlangen. Bis zu 1.752 Euro dürfen jährlich in die Lebens- oder Rentenversicherung fließen. Nach Verabschiedung des neuen Alterseinkünftegesetzes darf diese Art der betrieblichen Altersvorsorge nur noch im Jahr 2004 angeboten werden. Interessant ist sie insbesonders für Besserverdiener. Ausnahmsweise müssen bei dieser Form der Entgeltumwandlung die eingezahlten Beiträge mit 20 Prozent pauschal versteuert werden, dafür ist die Auszahlung steuerfrei.

Was verändert sich?

Zum 30. Juni muss sich jeder, der eine Direktversicherung abgeschlossen hat entscheiden, ob für ihn die alte oder neue Besteuerung gelten soll. In der alten Besteuerung fallen 20 Prozent Lohnsteuer plus Solidaritätszuschlag und eventuell Kirchensteuer für die Direktversicherung an. Wer sich für die neuen Konditionen entscheidet, kann jährlich steuerfrei bis zu vier Prozent der Beitragsbemessungsgrenze der Rentenversicherung in die Direkt-Lebensversicherung einzahlen – für 2005 sind das 2.496 Euro.

Wer an der Pauschalbesteuerung festhält, hat also nur eine geringere Steuerersparnis während des Berufslebens. Als Ausgleich dafür werden Rentenauszahlungen mit dem niedrigeren Ertragsanteil besteuert.

Wer die Neuregelung wählt, muss sich auf die Besteuerung der aus der Versicherung stammenden Renten einstellen, diese steigen bis zum Jahr 2040 in volle Höhe an.

Ob man die alte oder neue Besteuerung bevorzug hängt davon ab, wie hoch der persönliche Steuersatz jetzt und in der Rente ist. Hierfür lohnt es sich sicherlich einen Steuerberater zu konsultieren.

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