Regionalklassen

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Anhand der Regionalklassen werden die Zulassungsbezirke in Gruppen eingeteilt, die ein ähnliches Schadensaufkommen vorweisen. Verursachen die Einwohner des Zulassungsbezirks A mehr oder zumindest teurere Unfälle als diejenigen in Zulassungsbezirk B, dann wird Zulassungsbezirk A eine höhere Regionalklasse zugeordnet. Die Regionalklasse fließt neben der Schadensfreiheitsklasse und der Typklasse in die Berechnung des Versicherungsbeitrags der KFZ-Versicherung mit ein. Daher wird aufgrund der höheren Regionalklasse der Versicherungsbeitrag bei ansonsten identischen Annahmen für den Zulassungsbezirk A höher sein.

Neben dem Schadensaufkommen werden allerdings lt. GDV auch noch andere Faktoren bei der Einteilung in der Bezirke nach Regionalklassen berücksichtigt. Diese sind

  • Strassenverhältnisse
  • Bestandszusammensetzung (hoher Anteil bestimmter Fahrzeuge)
  • Anzahl der zugelassenen Fahrzeuge

Die Regionalstatistik wird jährlich mithilfe aktueller Statistiken erneuert und die Einteilung ggf. angepasst. Dabei werden Zulassungsbezirke, die einen ähnlicher Schadenverlauf aufweisen, in einer Regionalklasse zusammengefasst. Die Neueinteilung erfolgt meist bis zum Herbst des laufenden Jahres, so dass sich die neuen Regionalklassen auf den Beitrag für das folgende Jahr auswirken. Die jährliche Beitragsanpassungen sind also u.a. auf eine neue Regionalklassen zurückzuführen.

Die Regionalklassenstatistik kann unter folgendem Link eingesehen werden: Regionalklassen Datenbank

Bei der Einteilung der Regionalklassen wird unterschieden zwischen

  • Autohaftpflicht
  • Teilkaskoversicherung
  • Vollkaskoversicherung

Seit dem 1. Januar 2002 gibt es auch eine Regionalstruktur für Motorräder.


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