Un·fall·for·schung der Ver·si·che·rer
die; Wortgruppe · GDV-Forschung
Kurz erklärt
Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist eine Forschungseinrichtung des GDV zur Verkehrssicherheit und Unfallverhütung. Sie ist kein Versicherungsprodukt.
Das Wichtigste in Kürze
- Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist die Forschungseinrichtung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit Sitz in Berlin.
- Sie untersucht Verkehrsunfälle und entwickelt Maßnahmen zur Unfallvermeidung, etwa zu Straßengestaltung, Fahrzeugtechnik und Verhalten im Straßenverkehr.
- Die UDV ist kein Versicherungsprodukt und kein Vertragspartner: Sie forscht und berät, verkauft aber keine Policen.
- Unter dem heutigen Namen besteht sie seit 2006, ihre Wurzeln reichen bis 1951 zurück.
Was ist die Unfallforschung der Versicherer (UDV)?
Die Unfallforschung der Versicherer (UDV) ist eine Forschungseinrichtung des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV), dem Dachverband der deutschen Versicherer. Sie analysiert Verkehrsunfälle und erarbeitet daraus Empfehlungen, um Unfälle zu verhindern und ihre Folgen zu mildern. Auftraggeber, Adressaten und Partner sind unter anderem Politik, Behörden, Polizei, Unfallkommissionen und Fahrzeughersteller.
Wichtig für die Einordnung: Die UDV ist selbst keine Versicherung. Wer eine Kfz-Police braucht, schließt sie beim Versicherer ab, nicht bei der UDV. Die Einrichtung steht hinter der Branche und liefert die fachliche Grundlage dafür, dass Straßen, Fahrzeuge und Regeln sicherer werden. Der Bezug zur Versicherung ist wirtschaftlich: Weniger und leichtere Unfälle bedeuten weniger Schäden und damit geringere Leistungen aus der Haftpflichtversicherung und der Kaskoversicherung.
Die Arbeitsfelder lassen sich grob so ordnen:
| Bereich | Beispiele |
|---|---|
| Fahrzeugsicherheit | Assistenzsysteme, Crashverhalten, Fahrzeugtechnik |
| Straße und Infrastruktur | Kreuzungen, Radwege, Unfallhäufungsstellen |
| Verkehrsteilnehmer | Radfahrende, Fußgänger, ältere und junge Fahrer |
Geschichte und Abgrenzung
Die Verkehrssicherheitsarbeit der Autoversicherer begann bereits 1951 mit einem Vorläufer für Schadenverhütung. Aus mehreren Einrichtungen in Köln und München entstand 2002 ein gemeinsames Institut, das 2006 in Berlin zur heutigen Unfallforschung der Versicherer wurde. Die UDV zählt heute zu den größten Auftraggebern für Verkehrssicherheitsforschung in Deutschland.
Von einer Unfallversicherung oder einer Kfz-Haftpflichtversicherung unterscheidet sich die UDV klar: Diese Versicherungen zahlen im Schadenfall, die UDV dagegen erzeugt Wissen, das Schäden von vornherein reduzieren soll. Ergebnisse veröffentlicht sie in Studien, Kompaktberichten und Praxishinweisen, die frei zugänglich sind.
Häufige Fragen zu Unfallforschung der Versicherer (UDV)
Ist die UDV eine Versicherung, bei der ich mich versichern kann?
Nein. Die UDV ist eine Forschungseinrichtung des GDV. Versicherungsschutz gibt es nur bei einem Versicherungsunternehmen, nicht bei der UDV.
Wer finanziert die Unfallforschung der Versicherer?
Getragen wird die UDV vom GDV und damit von der deutschen Versicherungswirtschaft. Sie arbeitet unabhängig und vergibt Forschungsaufträge auch an Hochschulen und Institute.
Wo finde ich die Studien der UDV?
Die Berichte und Empfehlungen werden auf der Website der UDV (udv.de) veröffentlicht und stehen kostenlos zum Abruf bereit.
Quellen und Rechtsgrundlagen
- Unfallforschung der Versicherer (UDV) / Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV): Über uns, udv.de
- § 1 PflVG (Versicherungspflicht für Kfz-Halter), gesetze-im-internet.de
Redaktion & Aktualität
Zuletzt aktualisiert am 10.09.2026 · Betreiber: Finanzriese GmbH · Impressum & Zulassung